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Im Rahmen der Travemünder Woche hat unser SCU-Jugendmitglied Erik Pitzner seinen Laser auf den Namen "attitude" getauft. Dieser vielseitige Begriff steht für die Komplexität des Segelns: geistige Einstellung + Körperspannung + Position des (Flug-)Gerätes über die Längs- und Querachse sowie horizontal in Bezug auf das Ziel.

 

Mit diesem Namen kann es nur vorwärts gehen, was seine Segelergebnisse deutlich zeigen...
Umstieg vom Opti in den Laser 4.7 im Herbst 2017, Gardaseetraining mit Thomas Ostern 2018, Deutsche Jugendmeisterschaft im Rahmen der Travemünder Woche Platz 57, Landesjugendmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern Platz 11. Super! Weiter so!
 

Wir wünschen Erik allzeit eine gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Schwert!

 

SCU Jugendwartin

 

 

 

 

 

Die Jungs aus dem Hessen-Team segelten im Silber-Fleet, unser einziges Mädchen, Emily Strohfeld, konnte sich für das Gold-Fleet qualifizieren. Das Wochenende vor den Qualifikationsrennen, sonnig und windarm, wurde genutzt für die Vermessung der Boote als auch für Trainingseinheiten mit unserem Trainer Thomas Laukhardt.

Am Montag ging es dann richtig los. Drei Tage lang wurden jeweils, nach Startverschiebungen an Land und zu Wasser, bei extrem sonnigen, heißen und leider schwachen Winden zwei Qualifikationsrennen durchgeführt. Und die Konkurrenten waren gut. „Wow, was segeln die stark an der Kreuz“ war über die Führenden am Strand zu hören.

Emily Strohfeldt (WSVL) war eine der glücklichen Segler am Strand. Sie segelte eine tolle Serie und konnte sich als Einzige von uns für das Gold-Fleet qualifizierten, unsere Gold-Emmy. Wir Jungs landeten somit geschlossen im Silber-Fleet. Für Carl Herrmann (SCU) war die Einteilung besonders hart, ein einziger Platz trennte ihn vom Gold-Fleet.

Für die Finalrennen wünschten wir uns geschlossen „mehr Druck“. Trainer Thomas forderte uns ausdrücklich dazu auf, auf dem Wasser zu „arbeiten – arbeiten – arbeiten“ und ermahnte uns ausreichend zu trinken. Am ersten Tag der Finalrennen segelten wir eine gute Mischung, Carl konnte im Silber-Fleet überzeugen und wir steuerten das bunte Beiwerk hinzu.

Am zweiten Finalrennen-Tag, war da plötzlich Wind! Thomas überprüfte akribisch jedes Boot, nicht uns sollte ein Knoten, Schäkel oder Schraube aufgehen. Die Besprechung war bestimmter im Ton und wir freuten uns auf den „Druck“ im Segel. Carl und ich segelten auf Augenhöhe, mal war er vor mir, mal ich vor ihm. Bei 12 – 16,8 kn aus NO jagten wir gemeinsam über den Kurs. Was hatte Thomas gesagt? „Anluven – auf die Welle setzen- ins Wellental düsen und dabei Tiefe fahren“ Verflixtes Hühnerei ist das cool, 7,7 kn Speed. Nur noch Halbwind ins Ziel. Arbeiten – arbeiten – arbeiten! Geschafft! Carl und ich sind als jeweils als 7. und 6. über die Ziellinie gefahren. Alle haben sich heute gut verkauft. Ein TOP-Tag!

Der letzte Tag der Finalrennen war eine wahre Wundertüte, es war für jeden etwas dabei, Winddreher, leichte Winde konstant stärker werdend mit teilweise heftigen Böen, Welle und auch Strom bei Sonne, Sonne, Sonne. Emily überzeugte souverän mit ihrer Erfahrung und konnte noch einen tollen 20. Platz im Gold-Fleet ersegeln. Carl sammelte leider beim Start Buchstaben in der vorletzten Wettfahrt und zeigte dann mit einem 2. Platz in der letzten Wettfahrt wo er eigentlich hingehört. Björn Fischer (WSVL) lagen diese Bedingungen und er ersegelte einen tollen 11. Platz. Fynn Reisig (WVS) zeigte über die gesamte Serie eine konstante, lobendwerte Leistung. Ich selber konnte noch einen 13. und einen 18. Platz ersegeln.

Mit dabei war ebenfalls Max Hedtke, der leider nach vier Qualifikationsrennen krankheitsbedingt die IDJM abbrechen musste und verfrüht nach Hause gefahren ist. Alles Gute! Wir danken Thomas Laukhardt für sein Coaching, Training, mentales Aufbauen, Aussprechen von lobenden sowie harten Worten als auch Kritik, technische Begleitung und Beratung …

Unsere Ergebnisse im Feld von 77 gestarteten Seglern:

Emily Strohfeldt 35
Carl Ferdinand Herrmann 43
Erik Pitzner 57
Björn Fischer 68
Fynn Reisig 71
Max Hedtke 77

Euer Erik Pitzner
GER 181626

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag muss es passiert sein. Eine professionelle Diebesbande hat sich Zutritt zum Gelände des Segelclubs Undine an der Carl-Ulrich-Brücke verschafft. In kurzer Zeit wurden 5 Außenbordmotoren mit grober Gewalt von den Booten geschnitten und entwendet. Der Schaden an Motoren und Booten geht in den 5-Stelligen Euro Bereich.

Besonders folgenschwer ist der Diebstahl des Motors am Trainer Boot der Segel-Jugend. Dies stand bereit, um 4 junge Talente vom SCU und 5 weitere Jugend-Segler anderer Clubs auf die Deutsche Jugendmeisterschaft für die Bootsklasse Laser im Rahmen der Travemünder Woche zu begleiten.

Ohne Begleitboot hätte die Teilnahme abgesagt werden müssen, wenn nicht Trainer Thomas Laukhardt dank seiner guten Kontakte zum Hessischen Seglerverband in kurzer Zeit ein Ersatzboot beschaffen konnte. Die Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaft ist gerettet. Die Jugend hat nicht vergebens hart trainiert. Doch der Verein muss jetzt zusätzlich zum Einbruchsschaden auch noch die Miete für das Ersatzboot finanzieren. Aber vielleicht gewinnt die Jugend ja einen Preis oder es findet sich ein weiterer Sponsor.

Im Rahmen der Kieler Woche, einer der größten Segelregatten weltweit, wurden Ende Juni dieses Jahres auch die ‚2018 ILCA Laser Radial Men’s World Championship‘, die Weltmeisterschaft der Männer in der Segelbootklasse Laser Radial ausgetragen. Mit von der Partie war der Fechenheimer Felix Laukhardt, der für den Offenbacher Segelclub SC-Undine e.V. startet.
Gleich am ersten Wettfahrttag wurden die Wettfahrten abgebrochen, um die Segler, die weit außen auf der freien Ostsee Ihre Rennen austrugen, vor dem aufkommenden Gewitter in Sicherheit zu bringen. Bei heftigem Wind mit 6-7 Beaufort (39-61 km/h) wurden auch in den nächsten Tagen die Wettfahrten ausgetragen. Um Segler und Material zu schonen wurden die verschiedenen Bootsklassen gezielt etwa jeweils eineinhalb Stunde vor Wettfahrtbeginn aufs Wasser geschickt, um pünktlich zum Start auf der Regattabahn anzukommen. Extremwinde und Gewitterzellen wurden mit großem Geschick und Beratung durch den anwesenden Wetterspezialisten ausgespart. So kam es, dass die ersten Segler bereits morgens um 8 Uhr ihre Boote aufs Wasser schoben, während die letzten abends um kurz vor 10 wieder an Land kamen.
Sechs harte Regattatage mit jeweils mindestens 2 Wettfahrten (an zwei Tagen mussten jeweils drei Wettfahrten gesegelt werden, um den Ausfall des ersten Tages auszugleichen) und bis zu sieben Stunden auf dem Wasser war bei den vorherrschenden Bedingungen eine Herausforderung für jeden Segler. Der vergleichsweise leichte aber durchtrainierte Fechenheimer Felix Laukhardt konnte sich nach dem dritten Wettfahrttag als zweitbester Deutsche in der ersten Hälfte platzieren und damit für das Goldfleet qualifizieren. An den letzten drei Wettfahrttagen konnte er sich noch einmal steigern, sodass er letztlich als bester Deutscher Rang 38 belegte.
Mit diesem Ergebnis konnte Felix Laukhardt bei seiner vierten Weltmeisterschafts-Teilnahme nach 2015 und 2016 zum dritten Mal den Event als bester deutscher Teilnehmer beschließen.

Holland, Frohnleichnam 2018
von Leon Münchow

Dienstag, 29. Mai 2018

Morgen geht es also endlich los, unser Jollentörn. Wir haben uns schon einige Male mit Stefan und den anderen Teilnehmern getroffen, um alles zu besprechen und vorzubereiten. Jetzt bin ich total aufgeregt und gespannt. Meine Sachen sind gepackt. Das Handy bleibt zu Hause. Aber wie wird das sein in Holland? Haben wir alle genug Platz auf der Jolle, auch zum Schlafen? Was machen wir, wenn es die ganze Zeit regnet? Können wir eigentlich auch kentern? Werden wir uns gut verstehen? Fragen über Fragen… Aber in erster Linie freue ich mich total! Das werden sicher richtig schöne, spannende Segeltage mit den anderen SCU-Teilnehmern werden.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Mittwoch vor Frohnleichnam – ich darf schon 12:00 Uhr aus der Schule gehen, damit wir rechtzeitig am Heeger Meer ankommen. Jakob auch. Er fährt mit meinen Eltern ans Sneeker Meer ganz in der Nähe und macht dort in einem Opti-Camp seine ersten Segelversuche. Dafür haben wir von der SCU den Geronimo mitbekommen, der jetzt auf dem Dach unseres Autos verstaut ist. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass alle die Idee hatten, über das verlängerte Wochenende nach Holland zu fahren. Jedenfalls sind die Autobahnen mehr als gut gefüllt. Trotz des starken Verkehrs kommen wir mehr oder weniger staufrei gegen 20:30 Uhr in Heeg am Hafen an. Die anderen sind auch schon da. Mit dabei sind: Timo, Hannes, Max, Rebekka, Agatha und ich. Von den Erwachsenen sind es Doris, Holger und Stefan und unser Smutje Mike mit dem eigenen Boot .

Der Hafen ist voller Jollen und Menschen. Viele scheinen vor allem zum Feiern und Trinken hier zu sein. Es ist überall Gewusel und auch richtig laut, es wird geredet und Musik gespielt. Unsere beiden Jollen stehen ein bisschen weiter abseits von den anderen. Eine rote für die Mädels und eine blaue für uns. Die sehen echt super aus! Ich bekomme gleich Lust, loszusegeln. Aber erstmal müssen wir unsere Klamotten, die Schlafsäcke und was wir sonst noch so mithaben, verstauen. Ich bin mit Max, Hannes und Timo auf einer Jolle, Doris, Agatha und Rebekka auf der anderen. Stefan und Holger müssen leider im Zelt übernachten, da der Platz an Bord nicht für alle reicht. Inzwischen geht auch schon die Sonne unter. Ich bin total müde… Mal sehen, was uns morgen erwartet!

Donnerstag, 31. Mai 2018

Heute Morgen sind wir von den lauten Geräuschen der Werft gegenüber geweckt worden. Nach einem leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg und segeln in Richtung Galamadammen. Es ist super cool. Wir segeln durch Kanäle und über große Wasserflächen, fahren mit dem Motor durch Kanäle und manchmal mit gelegtem Mast unter Brücken hindurch. Besonders toll fand ich, dass wir mit unseren Booten auch über ein Aquädukt über die Autobahn fahren. Für das Mittagessen machen wir auf einer kleinen Insel halt. Da knallt es plötzlich richtig laut. Ein schweres Unwetter ist im Anmarsch. Wir holen schnell unser Regenzeugs und sitzen auf der Insel, solange bis es aufgehört hat. Ganz anders ein paar Laser Picos, die ihre Segel mit an Land nehmen und ihre Boote einfach im Wasser zurücklassen. Aus Segeln, Spriet und Baum bauen sie sich notdürftig eine Art Zelt, unter dem sie sich verkriechen. Das ist echt spannend und auch lustig anzusehen. Abends kommen wir im Hafen von Galamadammen an und machen uns hungrig über das Abendessen her. Der Rest des Tages wird mit Quatschen und Karten spielen verbracht. Voll lustig. Nur Stefan und Holger haben es nicht so schön. Auf dem Platz am Hafen darf eigentlich nicht gezeltet werden. Daher bauen die beiden ihr Zelt erst sehr spät im Dunkeln und versteckt hinter einem Holzschuppen auf. Das wird eine kurze Nacht für die beiden…

Freitag, 1. Juni 2018

Heute geht es weiter nach Sloten. Das Wetter ist super und wir haben guten Wind. Einige von uns haben sich im Wasser eine kleine Erfrischung gegönnt. Mir war es allerdings ein bisschen kalt. Füße reinhalten ist aber ok. Abends kommen meine Eltern mit Jakob zu Besuch. Ich freue mich, sie zu sehen! Sie waren einkaufen und bringen lauter leckere Sachen zum Grillen mit – und vor allem ganz viel Vla ;o)) Auf einer kleinen Wiese an unserem Liegeplatz machen wir es uns gemütlich. Doris ist der Grillmeister und bereitet Würstchen, Hühnchen und Steaks zu. Jakob wäre am liebsten gleich bei uns geblieben. Er ist ständig auf der Jolle unterwegs und findet es super, in unserem Zelt an Bord zu sein. Aber leider muss meine Familie dann wieder zurück nach Langweer. Aber wir haben auf der Jolle dann wieder Spaß mit Karten spielen. Als wir ins Bett gehen, fängt es an zu regnen.

Samstag, 2. Juni 2018

Heute Morgen regnet es immer noch. Aber es gibt ein spektakuläres Frühstück. Wir haben die beiden Jollen miteinander verbunden und die Schokocreme über die Bank, die eigentlich für den Steuermann gedacht ist, zwischen den Booten hin und hergeschoben. Als es nicht mehr ganz so schlimm regnet, machen wir uns auf nach Sloten, wo ein Mittelalterfest stattfindet. Wir schlendern durch den Ort, wo alles toll dekoriert ist und die Leute historische Sachen anhaben. Kurz danach finden wir einen Fischstand, wo wir uns erstmal mit Kibbelingen und Pommes ausstatten. Die verspeisen wir dann am Hafen. Anschließend heißt es wieder ab in die Boote und weiter nach Slotermeer. Dort sind wieder einige von uns geschwommen. Timo und Agatha liefern sich ein Wettschwimmen, das Agatha knapp gewinnt. Dann fahren wir zurück nach Sloten, wo wir unsere letzte Nacht schlafen.

Sonntag, 3. Juni 2018

Heute ist schon der letzte Tag. Schade. Ich will am liebsten noch zehn Wochen weitersegeln. Es macht so riesigen Spaß! Aber leider geht das ja nicht… Gegen Mittag kommen wir wieder am Start unserer Reise in Heeg an und räumen unsere Jollen leer. Anschließend haben wir noch eine kleine Abschlussbesprechung mit allen Teilnehmern. Meine Eltern und Jakob sind inzwischen auch angekommen. Jakob hat es bei seinem Camp richtig gut gefallen und er hat sogar einen Grundlagenschein gemacht! Echt cool! Nachdem wir dann wieder alles in die Autos verladen haben, machen wir uns auf die Heimreise Richtung Frankfurt. Wie erwartet ist die Autobahn auch diesmal wieder sehr voll. Wir kommen aber zum Glück ganz gut durch. Gegen 20:00 Uhr sind die ersten schon in Frankfurt, wir haben es dann viertel vor neun geschafft.

Ich fand den SCU Segeltörn eine der schönsten Erfahrungen, die ich bisher mit dem Segeln hatte. Es war einfach toll, mit der Jolle über das Wasser und durch die Kanäle zu rauschen, an Bord zu übernachten und Zeit mit den anderen zu verbringen. Wir haben natürlich auch viel gelacht. Das Unwetter war echt aufregend und das Essen von unserem Smutje sehr lecker. Vielen Dank an alle, die geholfen haben, diesen Segeltörn zu ermöglichen!!! Ich würde mich sehr freuen, wenn es im nächsten Jahr eine Fortsetzung gibt. Ich bin auf Fall wieder mit dabei!