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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag muss es passiert sein. Eine professionelle Diebesbande hat sich Zutritt zum Gelände des Segelclubs Undine an der Carl-Ulrich-Brücke verschafft. In kurzer Zeit wurden 5 Außenbordmotoren mit grober Gewalt von den Booten geschnitten und entwendet. Der Schaden an Motoren und Booten geht in den 5-Stelligen Euro Bereich.

Besonders folgenschwer ist der Diebstahl des Motors am Trainer Boot der Segel-Jugend. Dies stand bereit, um 4 junge Talente vom SCU und 5 weitere Jugend-Segler anderer Clubs auf die Deutsche Jugendmeisterschaft für die Bootsklasse Laser im Rahmen der Travemünder Woche zu begleiten.

Ohne Begleitboot hätte die Teilnahme abgesagt werden müssen, wenn nicht Trainer Thomas Laukhardt dank seiner guten Kontakte zum Hessischen Seglerverband in kurzer Zeit ein Ersatzboot beschaffen konnte. Die Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaft ist gerettet. Die Jugend hat nicht vergebens hart trainiert. Doch der Verein muss jetzt zusätzlich zum Einbruchsschaden auch noch die Miete für das Ersatzboot finanzieren. Aber vielleicht gewinnt die Jugend ja einen Preis oder es findet sich ein weiterer Sponsor.

Holland, Frohnleichnam 2018
von Leon Münchow

Dienstag, 29. Mai 2018

Morgen geht es also endlich los, unser Jollentörn. Wir haben uns schon einige Male mit Stefan und den anderen Teilnehmern getroffen, um alles zu besprechen und vorzubereiten. Jetzt bin ich total aufgeregt und gespannt. Meine Sachen sind gepackt. Das Handy bleibt zu Hause. Aber wie wird das sein in Holland? Haben wir alle genug Platz auf der Jolle, auch zum Schlafen? Was machen wir, wenn es die ganze Zeit regnet? Können wir eigentlich auch kentern? Werden wir uns gut verstehen? Fragen über Fragen… Aber in erster Linie freue ich mich total! Das werden sicher richtig schöne, spannende Segeltage mit den anderen SCU-Teilnehmern werden.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Mittwoch vor Frohnleichnam – ich darf schon 12:00 Uhr aus der Schule gehen, damit wir rechtzeitig am Heeger Meer ankommen. Jakob auch. Er fährt mit meinen Eltern ans Sneeker Meer ganz in der Nähe und macht dort in einem Opti-Camp seine ersten Segelversuche. Dafür haben wir von der SCU den Geronimo mitbekommen, der jetzt auf dem Dach unseres Autos verstaut ist. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass alle die Idee hatten, über das verlängerte Wochenende nach Holland zu fahren. Jedenfalls sind die Autobahnen mehr als gut gefüllt. Trotz des starken Verkehrs kommen wir mehr oder weniger staufrei gegen 20:30 Uhr in Heeg am Hafen an. Die anderen sind auch schon da. Mit dabei sind: Timo, Hannes, Max, Rebekka, Agatha und ich. Von den Erwachsenen sind es Doris, Holger und Stefan und unser Smutje Mike mit dem eigenen Boot .

Der Hafen ist voller Jollen und Menschen. Viele scheinen vor allem zum Feiern und Trinken hier zu sein. Es ist überall Gewusel und auch richtig laut, es wird geredet und Musik gespielt. Unsere beiden Jollen stehen ein bisschen weiter abseits von den anderen. Eine rote für die Mädels und eine blaue für uns. Die sehen echt super aus! Ich bekomme gleich Lust, loszusegeln. Aber erstmal müssen wir unsere Klamotten, die Schlafsäcke und was wir sonst noch so mithaben, verstauen. Ich bin mit Max, Hannes und Timo auf einer Jolle, Doris, Agatha und Rebekka auf der anderen. Stefan und Holger müssen leider im Zelt übernachten, da der Platz an Bord nicht für alle reicht. Inzwischen geht auch schon die Sonne unter. Ich bin total müde… Mal sehen, was uns morgen erwartet!

Donnerstag, 31. Mai 2018

Heute Morgen sind wir von den lauten Geräuschen der Werft gegenüber geweckt worden. Nach einem leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg und segeln in Richtung Galamadammen. Es ist super cool. Wir segeln durch Kanäle und über große Wasserflächen, fahren mit dem Motor durch Kanäle und manchmal mit gelegtem Mast unter Brücken hindurch. Besonders toll fand ich, dass wir mit unseren Booten auch über ein Aquädukt über die Autobahn fahren. Für das Mittagessen machen wir auf einer kleinen Insel halt. Da knallt es plötzlich richtig laut. Ein schweres Unwetter ist im Anmarsch. Wir holen schnell unser Regenzeugs und sitzen auf der Insel, solange bis es aufgehört hat. Ganz anders ein paar Laser Picos, die ihre Segel mit an Land nehmen und ihre Boote einfach im Wasser zurücklassen. Aus Segeln, Spriet und Baum bauen sie sich notdürftig eine Art Zelt, unter dem sie sich verkriechen. Das ist echt spannend und auch lustig anzusehen. Abends kommen wir im Hafen von Galamadammen an und machen uns hungrig über das Abendessen her. Der Rest des Tages wird mit Quatschen und Karten spielen verbracht. Voll lustig. Nur Stefan und Holger haben es nicht so schön. Auf dem Platz am Hafen darf eigentlich nicht gezeltet werden. Daher bauen die beiden ihr Zelt erst sehr spät im Dunkeln und versteckt hinter einem Holzschuppen auf. Das wird eine kurze Nacht für die beiden…

Freitag, 1. Juni 2018

Heute geht es weiter nach Sloten. Das Wetter ist super und wir haben guten Wind. Einige von uns haben sich im Wasser eine kleine Erfrischung gegönnt. Mir war es allerdings ein bisschen kalt. Füße reinhalten ist aber ok. Abends kommen meine Eltern mit Jakob zu Besuch. Ich freue mich, sie zu sehen! Sie waren einkaufen und bringen lauter leckere Sachen zum Grillen mit – und vor allem ganz viel Vla ;o)) Auf einer kleinen Wiese an unserem Liegeplatz machen wir es uns gemütlich. Doris ist der Grillmeister und bereitet Würstchen, Hühnchen und Steaks zu. Jakob wäre am liebsten gleich bei uns geblieben. Er ist ständig auf der Jolle unterwegs und findet es super, in unserem Zelt an Bord zu sein. Aber leider muss meine Familie dann wieder zurück nach Langweer. Aber wir haben auf der Jolle dann wieder Spaß mit Karten spielen. Als wir ins Bett gehen, fängt es an zu regnen.

Samstag, 2. Juni 2018

Heute Morgen regnet es immer noch. Aber es gibt ein spektakuläres Frühstück. Wir haben die beiden Jollen miteinander verbunden und die Schokocreme über die Bank, die eigentlich für den Steuermann gedacht ist, zwischen den Booten hin und hergeschoben. Als es nicht mehr ganz so schlimm regnet, machen wir uns auf nach Sloten, wo ein Mittelalterfest stattfindet. Wir schlendern durch den Ort, wo alles toll dekoriert ist und die Leute historische Sachen anhaben. Kurz danach finden wir einen Fischstand, wo wir uns erstmal mit Kibbelingen und Pommes ausstatten. Die verspeisen wir dann am Hafen. Anschließend heißt es wieder ab in die Boote und weiter nach Slotermeer. Dort sind wieder einige von uns geschwommen. Timo und Agatha liefern sich ein Wettschwimmen, das Agatha knapp gewinnt. Dann fahren wir zurück nach Sloten, wo wir unsere letzte Nacht schlafen.

Sonntag, 3. Juni 2018

Heute ist schon der letzte Tag. Schade. Ich will am liebsten noch zehn Wochen weitersegeln. Es macht so riesigen Spaß! Aber leider geht das ja nicht… Gegen Mittag kommen wir wieder am Start unserer Reise in Heeg an und räumen unsere Jollen leer. Anschließend haben wir noch eine kleine Abschlussbesprechung mit allen Teilnehmern. Meine Eltern und Jakob sind inzwischen auch angekommen. Jakob hat es bei seinem Camp richtig gut gefallen und er hat sogar einen Grundlagenschein gemacht! Echt cool! Nachdem wir dann wieder alles in die Autos verladen haben, machen wir uns auf die Heimreise Richtung Frankfurt. Wie erwartet ist die Autobahn auch diesmal wieder sehr voll. Wir kommen aber zum Glück ganz gut durch. Gegen 20:00 Uhr sind die ersten schon in Frankfurt, wir haben es dann viertel vor neun geschafft.

Ich fand den SCU Segeltörn eine der schönsten Erfahrungen, die ich bisher mit dem Segeln hatte. Es war einfach toll, mit der Jolle über das Wasser und durch die Kanäle zu rauschen, an Bord zu übernachten und Zeit mit den anderen zu verbringen. Wir haben natürlich auch viel gelacht. Das Unwetter war echt aufregend und das Essen von unserem Smutje sehr lecker. Vielen Dank an alle, die geholfen haben, diesen Segeltörn zu ermöglichen!!! Ich würde mich sehr freuen, wenn es im nächsten Jahr eine Fortsetzung gibt. Ich bin auf Fall wieder mit dabei!

Thomas Laukhardt bietet vom 21.7-28.7.18 ein Vortraining mit Regattabetreuung zur Deutschen Jugendmeisterschaft Laser 4.7 und Radial an. Anmeldung bitte bis zum 1.7.18.
Mehr Infos dazu im PDF

Während der eine Teil der Undine Jugend die Fiesesischen Meere in Holland erkundet hat waren die Laser Segler Carl und Felix am Bostalsee im Saarland unterwegs.Nach zwei Tagen Training stand dann die Distriktmeisterschaft West an. Beide konnten die Regatta erfolgreich beenden und wurden jeweils Vize Meister in Laser 4.7 bzw. Laser Standard.
 
Durch dieses Ergebnis konnte sich Felix in der deutschen Jugend- und Junioren Rangliste auf Platz 1 schieben und in der Kompletten Rangliste auf Platz 4.
 
Platz Name Club RL-Punkte
1 BUHL, Philipp SCAI 142.6526
2 WILLIM Nik Aaron HA.002 NRV 131.1111
3 BAUER Theodor MV.007 RSVM 118.7738
4 LAUKHARDT Felix H .006 SCU

111.1306

Felix auf dem Treppchen

Laser Training am Gardasee des SC Undine

Mittlerweile zum zweiten Mal fand vom 24.3. – 1.4.18 ein Laser Training am Gardasee statt, ausgerichtet vom SCU. Bei herrlichen Segelbedingungen trafen sich 10 Laseraties im Alter von 12 – 18 Jahren in Torbole.

Die Seglergruppe

Neben den drei Teilnehmern des SCU waren auch Seglerinnen und Segler aus Hessen, Rheinland-Pfalz und sogar aus Schleswig-Holstein mit dabei.

In der Woche wurden auch gleich drei Geburtstage gefeiert, die immer am Strand während der Mittagspause zelebriert wurden. Dabei wurden zahlreiche italienische Köstlichkeiten gereicht.

Die seglerischen Höhepunkte in der Woche war der „Limone-Tag“, der Besuch der Grotte sowie das Ostereiersammeln am Ostersonntag auf dem Wasser.

Am Limone-Tag stand das Vorwind-Segeln auf dem Programm. Früh Morgen wurde bei Nordwind (Vento) ausgelaufen und Vor dem Wind Richtung Limone gesegelt. Die 15km lange Strecke konnte in ca. 1,5 Stunden absolviert werden, sodass vor Ort noch Zeit für weitere Übungen vorhanden war. Um die Mittagszeit bricht dann der Vento zusammen. Um das Warten auf die Ora zu verkürzen, wurden die Boote am Bojenfeld vor Limone vertäut und die SeglerInnen mit unserem „Ribsche“ an Land gebracht. All das unter den wachsamen Augen von hunderten Touristen. Nach der Pizza und mit einsetzender Ora ging es dann zurück nach Torbole, wieder 15km Vorwind segeln.

Pizza essen am See

Auch ein Besuch der Grotte ist ein Pflichttermin für alle. Auch hier mussten wir die Mittagsflaute abwarten, um die Grotte, die nur mit einem flachen Boot erreichbar ist, anfahren zu können. Vor der Grotte wurden alle Boote gekentert und die SeglerInnen mit dem „Ribsche“ ans Ziel gebracht. Dort wurde unter dem eiskalten Wasserfall erst einmal geduscht.

Boote kentern!

Alles in allem war das Training ein voller Erfolg. Die ersten Teilnehmer haben ihre Anmeldung für das nächste Jahr bereits abgegeben.

Wasser marsch!