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Vom 18.04.2014 bis zum 25.04.2014 fand zum vierten Mal ein Plattbodentörn mit der „De Arend“ unter Skipper Michiel Goeman in den Niederlanden statt. Außenstehenden könnten nun behaupten, wie kann man nur vier Mal mit dem gleichen Schiff auf dem gleichen Revier fahren. Aber auch diesmal war wieder alles anders und vieles neu. Zum ersten Mal hatten wir das Ziel vorgegeben. Amsterdam sollte der Höhepunkt des Törns werden.
Mit 15 Personen war jede Koje an Bord belegt. Viele alte Hasen waren dabei. Nur 5 Crewmitglieder fuhren zum ersten Mal auf diesem Schiff. Wie von Michiel nicht anders zu erwarten wurde der Abfahrts- und Endpunkt zwei Tage vor Start neu bestimmt. Erinnerungen vom letzten Törn wurden wach, als auch damals der Einstiegspunkt verlegt wurde, weil das Schiff noch nicht fertig war.
Pünktlich um 19:00 Uhr machte Michiel im Innenhafen vor der Schleuse in Makkum fest. Eine Weiterfahrt war für den Abend nicht geplant. Man konnte mit dem Auto direkt ans Schiff fahren und neben dem Gepäck auch den mitgebrachten Proviant bunkern. Innerhalb einer Stunde war alles verstaut und das vorgekochte Essen stand auf dem Herd. Bei einem vorhergehenden Crewtreffen wurde ein Essensplan bereits aufgestellt.
Schon am ersten Abend wurde deutlich, dass sich hier eine sehr harmonische Crew zusammengefunden hatte. Dieser Geist ging auch auf den Skipper und seinen Maat über. Auf den vergangenen Törns lernten wir immer wieder Maate kennen, die sich ihre Individualität bewahrt hatten und durch ihr Erscheinungsbild aus der Masse herausstachen. Auch Schirk gehörte zu dieser Sorte Mensch. Bereits am ersten Abend saßen Skipper und Maat am Essentisch und ließen sich verwöhnen, wie an allen anderen Abenden auch. Besonders erstaunlich waren die Essensmengen, die der Maat, rappeldürr und groß, in sich hin einschaufeln konnte. Die Planung sah vor, immer etwas mehr zu kochen, um eine kleine Zwischenmahlzeit für den nächsten Tag anbieten zu können. Es wurden immer 25 Portionen gekocht, die allerdings von den 17 Anwesenden jeden Abend vernichtet wurden.
Am 19.04.2014 durchfuhren wir gegen 10:00 Uhr die Schleuse in Makkum zum Ijsselmeer. Die Sonne schien und der nördliche Wind blies uns in Richtung Enkhuizen. Bereits gegen 17:00 Uhr machten wir im Passantenhafen fest. So blieben uns noch 1 1/2 Stunden, um einen Bummel durch die Altstadt zu machen. Pünktlich um 18:30 Uhr gab es Abendessen und darauf wollte keiner verzichten. Am zweiten Abend, nach einem entspannten sonnigen Segeltag, kristallisierten sich die Trinkgewohnheiten der unterschiedlichen Crewmitglieder heraus. Dabei wurde von der Menge am meisten Bier getrunken, aber auch die Weintrinker mit ihren Tetrapacks hielten gut mit. Als neues Getränk an Bord etablierte sich der Jägermeister, dessen Fankreis im Verlauf der Veranstaltung immer größer wurde.
Am nächsten Morgen beobachtete der Brötchenholer, wie sich ein Flusskreuzfahrtschiff, nicht unweit unseres Liegeplatzes, wohl durch ein falsches Manöver knirschend in die Steganlage bohrte. Nach dem Frühstück pilgerten wir alle zur Unfallstelle und betrachteten die Schäden an Steg und Schiff. Dann ging es um 10:00 Uhr in die Schleuse zum Markermeer. Damit erreichten wir ein Revier, welches wir vorher noch nie befahren hatten. Der Nordwind hielt durch und frischte kurz vor Amsterdam nochmal richtig auf, sodass wir die Vororte von Amsterdam schnell erreichten. Um in die Nähe der Altstadt zu gelangen, mussten eine Brücke und eine Schleuse durchfahren werden, was in den wassersportorientierten Niederlanden zu einer der leichteren Übungen zählt. Nur unter Vorsegel fuhren wir an der Skyline von Amsterdam vorbei, bis wir am Steg für Plattbodenschiffe in der Nähe des Zentrums festmachten. Nur 10 Fußminuten vom Stadtzentrum entfernt hatten wir eine gewisse Erwartung an den Hafen gehabt, umso größer war die Enttäuschung über die nicht vorhandenen sanitären Einrichtungen. Da wir schon in Enkhuizen aufgrund des aufwendigen Zahlungssystems nicht geduscht hatten, wurde es allmählich Zeit uns zu reinigen. Kurzerhand wurde die Dusche wieder für ihre eigentliche Aufgabe hergerichtet. Leergut und Gepäck wurden entfernt und jedem zwei Minuten Zeit zum Duschen gegeben und siehe da, man konnte sich wieder riechen und frisch gereinigt in die Stadt marschieren.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Stadt Amsterdam. In einzelnen Trupps zog man los um die Stadt zu erobern. Viele nahmen die Gelegenheit wahr, mit einem Ausflugsboot die Grachten zu durchfahren und erste Eindrücke zu sammeln. Der anfängliche Regen löste sich am frühen Nachmittag auf und viele durchstreiften den ganzen Tag das Zentrum der Stadt. Dabei wurden alle Sinne angesprochen, wobei einige nicht ganz jugendfrei waren. Gegessen wurde in der Stadt und am Abend berichtete man sich gegenseitig bei Bier, Wein und Jägermeister, was man gesehen und erlebt hatte.
Am 22.04.2014 begann der Weg zurück Richtung Norden. Der Wind drehte auf Süd bis Südost und erleichterte uns den Abschied von Amsterdam, eine Stadt die man gesehen haben muss. Eine klare Wettervorhersage gab es nicht, da sich viele Meldungen wiedersprachen. Umso erfreulicher war es, dass die Sonne durchbrach und wir zwar langsam aber warm und trocken Richtung Norden segeln konnten. Zielhafen war die Stadt Hoorn. Hoorn gehört zu den drei bekanntesten Städten der Ostindien-Kompanie und ist heute genauso sehenswert wie vor 600 Jahren. Die kostenlosen Sanitäranlagen sind vom Feinsten, wenn man sie gefunden hat. Für die Stadt selber sollte man einen ganzen Tag einplanen, damit man sich die prächtigen Gebäude anschauen kann oder eines der vielen Museen besuchen kann.
Von Hoorn ging es erst wieder durch die Schleuse ins Ijsselmeer. Strahlender Sonnenschein, aber kaum Wind. Also erst einmal unter Motor Richtung Stavoren. Schon nach kurzer Zeit kam der Wind wieder und wir konnten die Segel setzten. Bei herrlichem Wetter überquerten wir das Ijsselmeer und legten uns in den Außenhafen von Stavoren. Bei der anschließenden Besichtigung wurde klar, das Friesland viel Geld in die Wasserwege steckt. Neue Schleusenanlagen und Häfen dokumentieren dies. Ansonsten hat Stavoren wenig zu bieten. Einige Lokale in denen man das UEFA- Cup Spiel Bayern München gegen Real Madrid sehen konnte, was auch einige nutzten.
Für den nächsten Tag war die letzte Etappe angesagt. Diesmal über die Kanäle. Von Stavoren ging es erst einmal in die Schleuse Richtung Workum. Da der Wind anfangs genau von vorn kam, wurde das erste Stück motort. Nachdem der Kanal eine leichte Biegung Richtung Norden machte konnten die Segel gesetzt werden. Geräuschlos glitten wir über das Land, Auge in Auge mit den Schafen und Kühen die am Ufer grasten. Manchmal liegt der Kanal höher als das umgebende Land und man kann weit ins Land hineinschauen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Ortsdurchfahrt von Workum. Zuerst glaubt man nicht, dass man mit diesem relativ großen Schiff durch die engen Kanäle passt. Direkt vor dem ALDI wurde angelegt und es gab für 1 ½ Stunden Landgang. Genau die richtige Zeit, um ein Eis essen zu gehen, da die Temperaturen weit über 20 Grad lagen. In Workum selbst gibt es wieder eine Schleuse, mit der man auf das Ijsselmeer gelangen kann. Von Workum nach Makkum sind es ca. 6 Seemeilen. Das Wetter verschlechterte sich zusehend und der Wind drehte auf Nord, also genau gegenan. Um trocken anzukommen wurden die Segel geborgen und die Maschine angeworfen. Kurz nachdem wir festgemacht hatten, fing es dann auch an zu regnen.
Als Resümee kann ich nur sagen ein toller Törn, eine tolle Crew und wieder der richtige Skipper. Der nächste Plattbodentörn wird voraussichtlich 2017 stattfinden. Ziel werden die Kanäle im alten Land sein.
Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber dies würden den Rahmen bei Weitem sprengen.
Klaus Mackeprang

Mehr Bilder vom Plattbodentörn findet ihr hier

Mangels gemeldeter Segler musste die für den 05. und 06.04.2014 geplante Hessenmeisterschaft in Inheiden leider abgesagt werden. Für die aktiven Neueinsteiger des Segelclub Undine, die dort ihre erste Regatta im Optimist segeln wollten, eine äußert traurige Entscheidung. Als kleinen Trost bot der Vorsitzende des dort ansässigen Segelclubs Klaus Lachmann den Seglern des Segelclubs Undine alternativ die Benutzung der Klubanlagen, des Motorbootes und des Sees für ein Trainings­wochenende an. Eine Superchance auf entspannte Trainingsmöglichkeiten für die Segler vom Main.

So rollten trotz abgesagter Regatta am Freitagabend drei Familien mit sechs segelbegeisterten Kindern und Jugendlichen und ebenso vielen Segelbooten auf dem Gelände am Inheidener See bei Hungen (Wetterau) ein. Noch am Abend wurden die Boote von den Mehrfachtrailern und dem Autodach geladen und für das Segeln vorbereitet, während die Kohlen auf dem Grill angefacht wurden. Bei lauen Temperaturen mit gegrillten Steaks und Salaten konnte das Wochenende beginnen.

Der nächste Morgen begann mit Frühsport und einem ausgiebigen Frühstück, währenddessen ein heftiger Regen einsetzte. Felix Laukhardt, selbst erfahrener und noch aktiver Optisegler, übernahm die Schulung des Nachwuchses. Nach einer Theorieeinheit wurden bei letzten Regentropfen die Boote aufgebaut und ins Wasser geschoben. Drei Stunden Wasserarbeit mit kleinen Trainingswett­fahrten und Eingewöhnung nach der langen Winterpause waren anstrengend, obwohl nur ein leichter Wind blies. Nach der Mittagspause stand bei noch weniger Wind eine Übungseinheit für Bootsgefühl auf der Agenda: Segeln auf dem Bootsrand stehend, Hinaufklettern auf den Mast ohne zu kentern oder Boot-Ballspiel. Die jungen Seglerinnen und Segler waren mit Spaß und Feuereifer dabei, sodass alle im Anschluss an den Filmabend schlagkaputt in ihre Betten fielen.

Auch der Sonntagmorgen begann mit Frühsport. Aufgrund des lange herrschenden Nebels konnten die Seglerinnen und Segler nicht aufs Wasser hinaus und beschäftigten sich erneut mit verschiedenen Themen des Regattasegelns. Gegen Mittag verzog sich der Nebel zwar, aber an Wind war nicht zu denken, so dass alle Boote wieder abgebaut und verladen wurden; die Eltern kümmerten sich zudem um die Säuberung des Klubhauses. Pünktlich zur Heimfahrt kam der Wind wieder, konnte aber leider nicht mehr von den jungen Wassersportlern genutzt werden.

Es war ein tolles Wochenende mit begeisterten Gesichtern, einer super Stimmung und einer weiter zusammen gewachsenen Jugendgruppe. Agatha, Hannes, Max, Nikolas und Timo konnten viele Erfahrungen mit nach Hause nehmen, obwohl sich manche etwas mehr Wind gewünscht hätten.

Vielen Dank an den Segelclub Inheiden, der den jungen Seglern vom Main diese tolle Erfahrung ermöglicht hat.

Doris Laukhardt

 

Im Rahmen der Sportgala der Stadt Offenbach am 28.03.2014 im Kapitol wurde Felix Laukhardt vom Segelclub Undine für seinen Hessenmeistertitel 2012/2013 im Optimist mit der Bronzenen Ehrenplakette ausgezeichnet.
Kim-Christjan Sator vom Nachbarverein ORV-S wurde ebenfalls mit der Bronzenen Ehrenplakette für seinen Distriktmeister 2013 im Laser geehrt.

Das Rahmenprogramm wurde aufgrund des Rettungsschirms in diesem Jahr kostengünstiger gehalten und überwiegend unter der Mitwirkung der Offenbacher Vereine gestaltet. Als Hauptattraktion war eine asiatische Balance-Akrobatin geladen, die mit einer akribischen Ruhe und Geduld 15 Palmrippen zu einem riesigen Mobile aufeinander legte und balancierte.

Trotz Sparmaßnahmen gelang es der Stadt Offenbach, die erfolgreichen Sportler in einem feierlichen Rahmen angemessen für ihre Leistungen zu ehren.

Doris Laukhardt

 

Am 15.03.2014 fand der hessische Seglertag in Wiesbaden statt. Um die Bedeutung der Veranstaltung zu unterstreichen, nahm der neugewählte Vorsitzende des Deutschen Seglerverbandes Dr. Andreas Lochbrunner an der Veranstaltung teil. Für den Segelclub Undine e.V. war neben den üblichen Tagesordnungspunkten der Punkt „Ehrungen“ ein besonders freudiger Anlass. Dabei steht die erfolgreiche Jugendarbeit im Focus der Ehrungen. Die zum ersten Mal vom hessischen Seglerverband vergebene Auszeichnung „für vorbildliche Jugendarbeit“ ging an den Segelclub Undine. Für das Jahr 2014 wurde diese Auszeichnung nur einmal vergeben, was den Stolz des ersten Vorsitzenden des Segelclubs Undine nicht gerade schmälerte. In einer kurzen Ansprache wies er auf die gemachten Erfahrungen in der Jugendarbeit hin und wies auf die sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das Vereine hin. Für eine erfolgreiche Jugendarbeit ist die Beteiligung der Eltern Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Gelingen, welche sich unter anderem in sportlichen Spitzenleistungen auszeichnet. Der Breitensport darf dabei aber nicht zu kurz kommen, so das Fazit des Vorsitzenden. Der Verein hat für die Rahmenbedingungen zu sorgen und leitet Jugendliche wie Eltern an. Ein Abgeben der Kinder und Jugendliche am Tor des Vereinsgeländes um sie zu bespaßen, kann nicht im Interesse der Vereine liegen. Anhand des Applauses am Ende des kleinen Vortrages kann man davon ausgehen, dass diese Meinung von vielen anderen Vereinen geteilt wird.

Für den Segelclub Undine ist diese Auszeichnung Ansporn den eingeschlagenen Weg in der Jugendarbeit fortzusetzen. Mit der Anschaffung eines neuen Jugendbootes 2014 unterstreicht der Verein, trotz des hohen finanziellen Aufwandes, die Bereitschaft, weiter in die Jugend zu investieren. Damit wird dem heutigen Jugendlichen eine Perspektive gegeben in eine andere Bootsklasse zu wechseln und den Sport auch zukünftig erfolgreich ausüben zu können. Durch die Auswahl der zur Verfügung gestellten Boote werden alle Optionen für die Zukunft offen gehalten.

Derzeit stellt der Segelclub Undine den Hessenmeister in der Bootsklasse der Optimisten. Um auch die zukünftigen Entscheidungen des hessischen Seglerverbandes mit zu Beeinflussen und anstehende Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen, ist der Jugendseglerrat mit zwei Jugendlichen des Segelclub Undine besetzt. Besser können die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Jugendarbeit nicht sein.

 

Klaus Mackeprang

Vorsitzender Segelclub Undine e.V.

Auf dem Jugendseglertag des Hessischen Seglerverbands HSeV  am 08. Dezember 2013 in Wiesbaden wurden die beiden Nachwuchssegler des Segelclub Undine Antonia Gfrörer und Felix Laukhardt als Beisitzer in den Jugendvorstand des HSeV gewählt. In dieser Funktion haben sie die Möglichkeit, auf die Jugendarbeit in Hessen in den nächsten drei Jahren direkt Einfluss zu nehmen.

Wir wollen in diesem Jahr eine Ausbildung zum Sportbootführerschein Binnen für unsere Vereinsmitglieder anbieten. Am 9. Januar 2014 findet dazu ein Infoabend beim Apfelwein Klein in der Bettinastr. 16, Offenbach, statt. Beginn: 19:00 Uhr. Alle interessierten Vereinsmitglieder sind herzlich eingeladen.

 

Am 15.11.2013 fand der Ehrenabend des Segelclub Undine in den Räumlichkeiten der Trattoria e Pizzeria Santa Lucia alla Torre statt. Ein Ereignis, welches sich jedes Jahr im November wiederholt. Vereinsmeister und Jubilare stehen im Mittelpunkt dieses Abends.

2013 war alles ein bischen anders. Wenn 60 Personen zu einem Vereinsehrenabend erscheinen, bei einem Verein der über ca. 100 Mitglieder verfügt, dann muss es etwas Besonderes geben und nicht nur neu gestellte Tische.

Neben dem Vereinsmeister gab es gleich 4 Jubilare zu Ehren. Die zahlreich erschienen Jugendlichen zeigten allen Altgedienten, dass mit dem Segelclub Undine auch in der Zukunft zu rechnen ist. Aber nun der Reihe nach.

Die Vereinsmeisterschaft wurde in vier Bootsklassen vergeben. Kajütboote, offene Kielboote, Jollen und die Klasse der Optimisten wurden geehrt. Neben dem entsprechenden Pokal in der Bootsklasse wurde jeder Vereinsmeister mit einem Kalender geehrt. Bei den Kajütbooten ging der Vereinsmeister an den Titelverteidiger Bernd Balke mit Vorschoterin Maryla Müller, die auch unser jüngstes Clubmitglied zum Ehrenabend mitbrachte. Alle anderen Bootsklassen gingen an die Familie Laukhardt. Bei den offenen Kielbooten an Stefan mit diversen Vorschotern, bei den Jollen an Thomas und bei den Optmisten an Felix.

Felix Laukhardt wurde zudem Hessenmeister in der Saison 2012/2013 und hat an zahlreichen nationalen und internationalen Veranstaltungen teilgenommen. Durch den 30. Platz bei den deutschen Meisterschaften kann er an den Qualifikationsläufen zur Welt- und Europameisterschaft teilnehmen. Derzeit ist Felix unser erfolgreichster Sportler im Verein.

Die Jugend besteht aber nicht nur aus Felix. Unter der Leitung von Doris Laukhardt hat sich in der Saison 2013 ein fester Kader von Jugendlichen gebildet, die regelmäßig an den Trainingseinheiten des Segelclubs Undine teilnehmen. Neben der Teilnahme an vereinsinternen Regatten sind Antonia und Max auf auswärtigen Regatten unterwegs und vertreten den Segelclub Undine im In- und Ausland. Am Vereinsehrenabend nahmen die Jugendlichen ihre Urkunden stolz in Empfang.

Bei den zu ehrenden Person wurden drei Mitglieder für 25jährige Treue zum Verein geehrt und ein Mitglied für seine 50jährige Mitgliedschaft. Aber wie kann jemand 50 Jahre Mitglied in einem Verein sein der erst 45 Jahre existiert?

Walter Genthe ist 1963 in die Segelabteilung des Offenbacher Rudervereins Undine eingetreten und hat mit seiner selbstgebauten Pinguin-Jolle erfolgreich an seinen ersten Regatten teilgenommen. Als sich 1969 die Vereine im alten Stadion auf dem Biberer Berg getrennt haben, wechselte Walter in den neu gegründeten Segelclub Undine. Bis zum Ende der 1990 Jahre ist Walter bei vielen Regatten mit gesegelt. Nach der Pinguin-Jolle kam ein Kosar, dann ein Holzfinn. Den Holzfinn besitzt er bis heute. Das Segeln ist eher zur Ausnahme geworden. Groß ist die Familie und Walter wird bei der Betreuung der Enkel zeitlich stark gefordert. Die Verbindung zum Verein ist aber nie abgerissen.

Für 25 Jahre wurde Wolfgang Kablitz geehrt, der mit seiner „Freitag“ schon zum gewohnten Bild am Wochenende auf dem Main gehört. Auch Erika Galonska-Klein gehört seit 25 Jahren zu den Aktiven im Verein. Mit ihrer Filou und der Damenmannschaft sind sie ein nicht zu unterschätzender Gegner bei den Regatten und den anschließenden Siegerehrungen. Maxi Behrend als Dritte im Bunde hat bereit Laufen auf dem Vereinsgelände gelernt. Jahrelang hat sie als Vorschoterin an Regatten auf dem Schiff ihres Vaters teilgenommen. Berufliche und private Veränderungen lassen dies nun nicht mehr zu. Als Bootsbesatzung der DLRG begleitet sie bis heute die Veranstaltungen des Segelclub Undine.

Allen Jubilaren, Vereinsmeistern und Mitgliedern herzlichen Dank für die geleistete Arbeit im Verein und das Engagement das Vereinsleben aufrecht zu halten und den Segelsport und den Segelclub Undine nach außen positiv darzustellen.

Klaus Mackeprang

Vorsitzender Segelclub Undine e.V.

Am 28 und 29.09.2013 fand beim Schwimmclub Niederad das traditionelle Blechdibbe statt. Für die Segler des Segelclub Undine, als Titelverteidiger, ein Pflichttermin. Mit 6 Booten war der Segelclub präsent. Jede Gruppe konnte mit 2 Booten besetzt werden. Bei teilweise strahlendem Sonnenschein und tatsächlich vorhandenem Wind traten 3 Vereine an, um den begehrten Eimer zu erlangen.

Dieses Mal machten die Frankfurter ernst. Neben schnellen Schiffen wurden die Segelexperten der Vereine ins Rennen geschickt. Lange nicht mehr gesehene Veteranen tauchten auf und machten dem Titelverteidiger das Leben schwer. Armin Balzer, Wettfahrtleiter und Ehrenvorsitzender des SCN04, wollte klare Entscheidung und verlangte den Teilnehmern alles ab. In insgesamt 5 Wettfahrten sollten eindeutige Verhältnisse geschaffen werden.

Nach den beiden Läufen am Samstag war das Ergebnis noch offen. Es zeichnete sich bereits ein neuer Favorit ab. Der Versuch des ausrichtenden Vereins, die Aktiven mithilfe von geistigen Getränken für den kommenden Tag auszuschalten, gelang allerdings nicht. In dieser Disziplin sind und bleiben die SCU‘ler ungeschlagen. Zur positiven Stimmung trugen alle Vereine bei, wobei im Sängerwettstreit die SKG weit vorn lag.

Die drei Läufe am Sonntag forderten Material und Kondition der Teilnehmer zum Teil über die Grenzen hinaus. Bei ruppigem Wind aus Ost, in Böen bis zu 5 Bf. hielt das Material nicht überall stand. Gerade die BM-Jollen hatten mit den plötzlich einfallenden Böen ihre Probleme.

Bei der Siegerehrung war dann klar, der Eimer bleibt in Frankfurt. Der Frankfurter Yachtclub war dieses Jahr nicht zu schlagen. Herzlichen Glückwunsch.

2014 werden wir schauen, ob er diese Dominanz aufrechterhalten kann, denn der Segelclub Undine wird wieder dabei sein, wenn der SCN04 zur Blechdibbe ruft.

 

Klaus Mackeprang

Vorschoter BM-Jolle

 

Am 21. und 22.09.2013 fand auch dieses Jahr wieder die Herbstregatta des Frankfurter Yachtclub, genannt das „Blaue Band“, statt. Es ist schon bemerkenswert, wie viele Schiffe der FYC aufs Wasser bringen kann. Von den 22 gemeldeten Booten waren 18 vereinseigene Boote am Start. Für die vier Optimisten wurde eine eigene Bahn abgesteckt. Leider war die Beteiligung der benachbarten Vereine wieder überschaubar. Von der Undine waren wir wie jedes Jahr mit einer BM-Jolle dabei.

Zum ersten Mal wurde für die offenen Kielboote eine eigene Klasse gewertet, eine Änderung, die wir schon seit langem angeregt hatten.

Es gab viele Skeptiker in Offenbach und auch im Segelclub Undine, die mit der Bewerbung der Stadt Offenbach zu diesem Event, nichts anfangen konnten.

Für uns Segler war bereits die Teilnahme an der Funzelfahrt, die selbst bei langgedienten Clubmitgliedern regelrechte Begeisterungsstürme ausbrechen ließ, ein Erlebnis. Ca. 60 bis 70 Boote befuhren den Main zwischen der Carl-Ulrich-Brücke und dem Haus der Bäcker. Größtenteils waren die Schiffe mit Leuchtmitteln geschmückt, wobei der kleinste Teil eine BSH - Zulassung hatte. Besonders auffällig waren die Paddler, die ihre Boote mit fluoreszierenden Leuchtstäbchen geschmückt hatten. Aber auch die Ruderer hatten sich Mühe gegeben und sich mit aufgehängten Lampions nachfahrttauglich gemacht.

Die Segler fuhren mit standesgemäßer Petroleumleuchte im Top oder hatten mit Lichterketten über Top und Takel illuminiert. Als wahre Leuchtschiffe erwiesen sich die großen Motoryachten, die hell erleuchtet mit ihren Lichterketten den Weg vorgaben.

Der Korso setzte sich gegen 21:00 Uhr in Bewegung und es war einfach beeindruckend. Am Ufer sammelten sich zahlreiche Besucher die die Schiffe mit Applaus begrüßten. Dass der Korso von zwei Berufsschiffen passiert wurde, sah man erst in letzter Minute und erst nachdem der Bug mit Handscheinwerfern angeleuchtet wurde. Im ganzen Lichtermeer waren die Positionslichter der Berufsschifffahrt untergegangen. Alle Teilnehmer waren sich einig, ob Kanute, Ruderer, Segler oder Motorbootfahrer, so etwas hatte es bisher noch nicht auf dem Main gegeben. 24 Mitglieder des SCU sorgten mit der Teilnahme für die ersten Punkte im Wettstreit bei Mission Olympic.

Die für den Samstag angesagten 32 Grad und strahlender Sonnenschein sahen in der Realität etwas anders aus. Bis ca. 11:00 Uhr goss es in Strömen. Es war kalt und von Wind war nichts zu spüren. Der im Rahmen des Maa-Cup stattfindende „Cup der Nationen“ musste aber auf jeden Fall stattfinden. Um 13:45 Uhr versammelte sich eine Flotte von 23 Schiffen an der gedachten Startlinie. Insgesamt nahmen 11 Nationen an der Veranstaltung teil. Es gab Raritäten an Nationalflaggen zu bewundern, wie etwa Grönland oder Korsikaund segelnden Nationen, die auf dem Main sonst selten anzutreffen sind, wie z.B. Jamaika. Nur einer fehlte, der Wind. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Jeder versuchte den korsischen Piraten zu entkommen, die laut singend eine Spur der Verwüstung im Regattafeld hinterließen. Nur die Jamaikaner ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, woran dass bloß lag.

Die offizielle Jury aus Berlin machte sich auf dem Wasser einen Eindruck  von der Veranstaltung und war vom Einsatzwillen aller Beteiligten schwer beeindruckt.

Nach 1 1/2 Stunden siegte der Hunger und das Feld bewegte sich zum Clubgelände des Segelclubs Undine. Nach einem internationalen Menü, Gyros aus der Pfanne, fand die Siegerehrung zum „Cup der Nationen“ statt. Da eine sportliche Komponente zur Vergabe des Pokals nicht gegeben war, wurde per Applausometer über das originellste Auftreten und die Authenzität der vertretenen Nation abgestimmt. Mit großem Vorsprung erhielt das korsische Boot den begehrten Pokal. Für Mission Olympic brachte der „Cup der Nationen“ 900 Punkte.

Der Sonntag sollte nun endlich die Entscheidung zum Maa-Cup bringen. Obwohl einige Crews noch angeschlagen vom Vortag waren, nahmen noch 13 Boote am ersten und einzigen Lauf teil. Bei anfänglichen zwei Windstärken wurden die Bedingungen nach zwei Runden so schlecht, dass auf die letzten Teilnehmer nicht mehr gewartet wurde. Die Regatta wurde abgeschossen.

Parallel zum „Cup der Nationen“ und zum Maa-Cup segelten die Jugendlichen auf den Optimisten ihren Sieger aus. Auf einem eigenen Kurs fanden wie bei den olympischen Spielen Vorläufe für einen Finallauf statt. Die Ehrung der Sieger fand gemeinsam statt.

Nach dem Mittagessen gab es die obligatorische Siegerehrung und jeder Teilnehmer erhielt ein Erinnerungsgeschenk. Die neu gestalteten Tassen fanden großen Zuspruch.

Erwähnenswert sind die Preisträger aus den befreundeten und benachbarten Vereinen, die seit langem mal wieder in die Kämpfe um die vorderen Plätze mit eingreifen konnten. Auch die Crew vom SC Inheiden auf ihrem 420 zeigte ihr seglerisches Können.

Herzlichen Glückwunsch und herzlich Willkommen zu den nächsten Veranstaltungen beim Segelclub Undine.

Am 28.11.2013 wird der Sieger beim Wettbewerb Mission Olympic bekannt gegeben. Dann werden wir sehen, ob uns auch ein Stück der Goldmedaille gehört.

 

Klaus Mackeprang

Teilnehmer, Preisrichter, Zähler, Vorsitzender